Jürgen Münzner
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De Urgeschicht von Meckelnborg

Von Heinrich Ludwig Christian Fritz Reuter
aus der Erstausgabe von 1874

Irstes Kapittel
Von de Erschaffung der Welt In't Johr 0. Die St.-Marien-Kirche in Flemendorf
As uns' Herrgott de Welt erschaffen ded, fung hei bi Meckelnborg an, un tworsten von de Ostseesid her, un makte dat eigenhändig fahrig, up de ein Sid bet Ratzeborg un Swerin, up de anner Sid bet Stemhagen un Bramborg, un wis'te sine heiligen Engel, wo't makt waren müßt, un redte tau ehr un säd, sei süllen't so wider maken. Na, Raphael fung nu bi Nigen-Strelitz un Mirow an un Gabriel bi Groten-Bäbelin, Serrahn un Krakow, un Michael namm dat Lübtheener Amt un Grabow un Däms, äwer't würd ok dornah. - Na, Lihrwark is kein Meisterstück. - Äwer unsern Herrgott würd dat doch sihr jammern, dat sin gaud Wark so verbruddelt warden süll, un hei röp sei noch mal tausamen un säd: »Nu paßt gaud up! Ick will jug dat noch mal vörmaken.« Un dunn makte hei de Räbelsche Gegend un de Lübzsche Gegend un den Parchenschen Sünnenbarg un säd: »Dor nehmt jug en Ogenspeigel an!« - Äwer, was dat nu pure Fulheit oder was dat blote Dämlichkeit, sei huddelten doräwer hen un muddelten wat taurecht un nemen nich naug Leim mang den Sand, un kannten den König von Preußen sin Mark Bramborg fahrig bet Gräfenhähnichen un Treuenbriezen, un den König von Hannover sin Lüneborger Heid bet Giffhorn un Celle; dunn röp äwer uns' Herrgott: Holt! Stopp! De Sak, de geiht nich! Ji makt mi jo min ganz Dütschland tau Schanden. - Sleswig-Holstein heww ick wildeß fahrig makt, nu makt jug' Streich mit den König von Dänemark sin Jütland, dor kän't ji so hoch springen, as ji willt; äwer ji makt mi dat Ding mit en Zippel! Hürt ji, mit en Zippel!«
Up dese Ort is uns' Meckelnborg worden, un schön is't in'n Ganzen worden, dat weit jeder, de dorin buren is un tagen; un wenn en frömd Minsch 'rinne kamen deiht, un hei hett Ogen tau seihn, denn kann hei seihn, dat unsern Herrgott sin Hand up Wisch un Wald, up Barg un See sülwst rauht hett un dat hei Meckelnborg mit in't Og fat't hett, as hei sach, dat allens gaud was.

Tweites Kapittel
Von de irsten Inwahners in Meckelnborg

De irsten Inwahners von Meckelnborg wiren de Poggen, un wer in frühern Johren mal bi Harwst- un Frühjohrstiden tüschen Wismer un Swerin oder tüschen Stemhagen un Malchin de Landstrat langswemmt is, de ward mi dorin recht gewen, dat in so'ne Mehlsupp von Land un Water kein anner Veih assistieren kann as Poggen. Na, wo Poggen sünd, finnen sick ok Adebors, seggt dat Sprückwurd, un so kamm dat ok hir, denn de tweiten Inwahners wiren de Adebors, un dorüm is dor ok gor nich gegen tau striden, wenn weck olle Geschichtsschriwers behaupten, de irsten Börgerlichen in Meckelnborg wiren de Pogges un de irsten Eddellüd' de Herrn von Storchs west.

Na, unsern Herrgott müßt äwer woll dese ewige Poggen- un Adeborgeschicht sihr äwer warden, taumal dor em de Düwel dagdäglich in de Uhren lagg, hei süll nahgradens Minschen maken, dat hei so bi Lütten sin Geschäft ok anfangen künn; denn de ganze Höll stunn dunntaumalen so leddig as dat Wohrenlager von en jungen Anfänger von Produktenhändler, de kein Geld hett. - Unsern Herrgott würd also dit ewige Gepranßel äwer, un hei säd tau den Düwel: »Schön«, säd hei, »ick will mi nich dagdäglich an di argern, mak di also up de Flunken un seih sülwst tau, wo wid dat mit de Drögnis up de Ird is; wi schriwen hüt den irsten November, un wenn't hüt geiht, ward dat alleweg' gahn.«Kirchen Pütte mit dreischiffiger Backsteinhalle, drei Jochen mit eingezogenem Polygonchor aus dem 13. Jahrhundert

Na, de Düwel haspelt sick also ok 'runne un kamm bi den Fuhlenrosser Dirgoren  Mit den Fuhlenrosser Dirgoren hett de selig Eddelmann recht; de Düwel hett hüt un desen Dag dor noch sinen Wessel, wenn hei von Serrahn nah Malchin un von Malchin nah Serrahn geiht, üm sine beiden besten Frün'n tau besäuken. Dese beiden Frün'n hollen grote Stücke up den unsaubern Geist; de Malchiner geistliche Herr wir de unglücklichste Minsch in Meckelnborg, wenn hei blot unsern Herrgott hadd, hei möt den Düwel hewwen, un de Serrahner hett sick all so wid mit den ollen Gesellen inlaten, dat hei den ollen Stänker sine Fomilienverhältnissen genau kennt. - Nu brukt hir keiner tau glöwen, dat dese beiden Herrn dörch den dagdäglichen Ümgang mit den höllischen Herrn slichter worden sünd oder dat sei in den Anfang em up Tee un Botterbrod oder tau Abend up en Glas Punsch inladen hewwen - ne, dat nich, ehr is dat wohrschinlich grad' so gahn as mi, sei hewwen sine Bekanntschaft taufähig makt. - Mi gung dat nemlich so: As ick noch leddig un los was un in de gräfliche Begüterung min ökonomisches Wesen bedrew, let ick mi mal mit den ollen lütten Heidengott in, den de Düwel gewöhnlich as sinen besten Afgesandten vörut schicken deiht, un dit olles lüttes Krät prickelte un stäkerte an mi 'rümmer, dat ick anners keine Rauh funn, as wenn ick 's Abends nah Fierabend en beten nah den Herrn Paster in den Hagen gung, wo sei nemlich was, wat nu min Fru is; un wenn ick denn in de schönste Seligkeit in düstre Nacht tau Hus gung, denn müßt ick dörch den Fuhlenrosser Dirgoren, dat heit, wenn ick nich in den gewöhnlichen Landweg versupen wull. - Na, eines Abends gah ick denn ok minen Weg - mi was den ganzen Dag so tau Maud west, as wenn mi noch wat passieren süll; bi den Herrn Paster wiren Späukgeschichten vertellt; wat sei was, sei hadd den Erlkönig sungen; un as ick nu minen Fautstig dörch den Dirgoren entlang gung, grugt ick mi. - Mi was't, as wenn dat üm mi 'rümmer huschen un flustern würd, as wenn dat üm mi 'rümmer so recht gelbunt lachen ded, un staats mi dorup tau stütten, fot ick minen appelbömern Handstock wat körter, dat ick mi dor noterwis' mit wehren wull. So gah ick denn in de düstern Ellern 'rinne: äwer - perdautz! - scheit ick so'n Fautener vir voräwer kopphester up wat Ruges un wat Swartes, mit de ein Hand krig ick en Hürn tau faten, mit de anner en Kauhfaut, un - swabb! - sleiht mi dat mit en Start in't Gesicht herin, dat mi de Ahnmachten antreden. - So vel weit ick noch, dat ick von dat Unwesen bi Sid herunner follen bün un dat, as ick wedder tau mi kamm, nicks nich tau seihn was. - Wenn dat nich de Düwel was, denn weit ick't nich - Hürn, Kauhfaut un Start, un rüken ded't ok nich besonders. - De Herr Oberentspekter Lampel hett dat nahsten so utdüden wullt, as wir dat ein von sine swarten Starken west, de hei in den Dirgoren jagt hadd, un sei hewwen jo ok ümmer doräwer lacht un ehren Spijök dormit bedrewen; äwer ick frag jeden Christenminschen, wat ein Ökonomiker, de dagdäglich mit dat leiwe Rindveih ümgahn deiht, sick so für 'ne olle dämliche Stark verfiren ward, dat hei in Beswimnis föllt? - De Eddelmann hett mit den Fuhlenrosser Dirgoren recht.
 
up dat richtige Flag un kned't un wad't dor in den Dreck herümmer, bet hei en richtigen Snuppen in den Liw' hadd, un kamm nu wedder 'ruppe in den Himmel, putzt sick de Beinen sihr sauber vör de Dör auf, dat nicks tau seihn was - den Start äwer verget hei -, un kamm nu 'rin in den Himmelssaal, prustete dreimal wegen den Snuppen un säd: »Allens moy drög, un't kann los gahn.« Uns' Herrgott kek em äwer nah den Start un säd: »Du büst en Lägner von Anfang an, bekik doch mal dinen Start.« - Na, dor stunn hei nu as Schriwer Block vör sine swarte Tät; äwer verlegen würd hei dorüm doch nich un säd ganz frech: Ick heww mi dacht, de Minschen süllen mit Krempstäwel up de Welt kamen.« - »Ick kenn di!« seggt uns' Herrgott. »Nu mak, dat du furt kümmst! Un böt unnen in dinen Aben gaud in, dat't baben bald drög ward, un du sülwst«, seggt hei - denn uns' Herrgott hett sülwst mit den Düwel Erbarmen -, »sett di achter'n Aben, dat du den Snuppen los wardst.«Pforte zur Kirche in Pütte, mit Feldsteinmauer

Dor satt nu de olle Stänker un sunn up pure Niderträchtigkeiten un röp sinen Geheimen-Ober-Spitzbauben-Karnalljen tau sick un frog em: »Wo mak wi dit?« - »Herr«, säd de, »ick heww seihn, dat Gabriellen bi dat Landmaken in de Gegend von Groten Bäbelin de Sand- un de Steinbüdel platzt is un dat dat dor all handlich is. Wenn wi nu dor so'n russisch Rühr 'ruppe trecken, denn möt dat mit den Deuwel taugahn, wenn wi 't echter Frühjohr nich drög hewwen.

»Schön', säd de Düwel, »mak din Sak! Irst lang mi äwer den Snuwdauk mal her!«

Den negsten Frühjohr was denn nu Groten-Bäbelin dat drögste Flag up Irden un is't ok bet taum hütigen Dag blewen. Un uns' Herrgott stunn dor un röp sine heiligen Engel, de müßten em Leim halen von dat negste Flag, wat hei sülwen makt hadd, und dat was de Preisteracker tau Jabel, denn tau Bäbelin was kein Hand vull Leim. Un uns' Herrgott makte den Mann in sine Herrlichkeit un Pracht un makte dat Wiw in ehre Schönheit un Leiwlichkeit, un Adam un Eva wiren de irsten Meckelnbörger; un wenn en frömd Minsch so dörch uns' meckelnbörger Land geiht, denn kann hei noch männigen Kirl seihn, de wat von sinen Öllervader Adam an sick hett; un de säuten Evas? Ach, du leiwer Gott, de lopen jo noch hümpelwis bi uns 'rümmer.

As de Düwel dat Minschenmaken so mit ansach, säd hei: »Sall ick ok mal so?« Un uns' Herrgott säd so recht in stillen Freuden: »Minentwegen.« Un de Düwel kned't ut den Bäbeliner Sand un sin Spuck wat tausamen un pust't dorin, un as't fahrig was, wat wir't? - Luter Apen! - Un wenn en frömd Minsch so dörch uns' mecklenbörger Land geiht, denn kann hei de Ort, de de Düwel makt hett, ok noch tau seihn krigen: De Mannslüd' ut den Düwel sine Fawerik heiten up Stun'ns »Mulapen« un de Frugenslüd' »Zierapen«

Drüddes Kapittel3 Hühner auf grüner Wiese
Von dat Paradis
Hir erinnere ick mi de itzigen Würd' von den seligen Eddelmann, hei seggt: »Äwer de Lag' von dat Paradis is all öltlings vel streden worden, äwer nah de bestimmten Nahrichten von minen Öllervader Noah un nah de Meinung von mine ganze Fomili un unsere ganze Sippschaft was dat Paradis in Meckelnborg un is ok noch hüt un desen Dag dor, wenigstens för de Ridderschaft.« Un ok ick stimm dorin mit den seligen Eddelmann tausam; äwer Meckelnborg is grot, in wecker Gegend lagg denn nu de Paradisgoren? Doch woll dor, wo dat tauirst drög worden is un wo de irsten Minschen makt sünd, bi Groten-Bäbelin, Serrahn un Krakow, so recht middwarts in Meckelnborg. Äwer ick heww noch mihr Grün'n för dese Behauptung, denn irstens is de Düwel up kein Flag in Meckelnborg up Stun'ns noch so begäng' as in dit verlorene Paradis, wo hei sin irstes un niderträchtigstes Hauptstück utäuwt hett; un tweitens erinnere ick mi, dat ick in mine Schauljohren mit Korl Kräugern tausam mang de Schüns von Krakow mal 'ne olle halw verwischte Tafel funnen heww, dor kunn einer noch lesen:

Kain darf hier rauchen
Feuer schlagen
wahren abel.

Wat mines Wissens woll nich anners tau lesen is as: Kain traf hier seinen Bruder und sah sein Opfer rauchen und gen Himmel das Feuer schlagen, und ehe sich dieser dagegen konnte verwahren, erschlug er den Abel. Mi dücht, dit is Bewis naug, un Korl Kräuger kann mi dat betügen. - Ick heww frilich woll hürt, dat hei sick doräwer lustig makt hett un hett vertellt, hei hadd den ollen seligen Senator Wecker in Krakow dornah fragt, un de hadd em seggt, hei hadd de Tafel sülwst schrewen, un dor hadd up stahn: Kainer darf hier mang die Scheunen Toback rauchen oder gar Feuer schlagen bei zwei Thaler Strafe.« Un en beten unnerwarts hadd stahn:

»Weg nach Wahren und Jabel.«Sonnenuntergang in Mecklenburg-Vorpommern

Äwer ick möt dorbi seggen: Korl Kräuger was in jungen Johren sihr lichtglöwig, un de Herr Senator Wecker was en Spaßvogel. - Mihr segg ick nich! Un wer nich mine Ansicht is, de mag mi von't Gegendeil äwerführen!

Wat süs noch in den Paradisgoren passiert is, weit jeder Minsch, un wenn hei dat anners nich weiten süll, denn kann hei dat an sick sülwst seihn, indem dat hei dagdäglich ümmer noch in den sülwigen Appel bitt, den Eva anbeten hett.

För Adammen was't äwer slimm, hei kamm von't Pird up den Esel, hei was as Eddelmann inset't worden un müßt as Bur mit en witten Stock dorvon gahn. Äwer wo is hei blewen? Dat is de Frag'.

De Stolper Handschriwwt seggt utdrücklich, hei is nah Jabel hentau gahn un hett sick dor up den Kleiacker en lütten Katen bugt. - Hüren lett sick dat, denn eigentlich was de Jabelsche Preisteracker sin richtiges Vaderland, von wegen den Leim, ut den hei kned't was; un denn stunn noch bet verleden Johr vör den groten Brand in Jabel oll Bur Bummgoren sin einhischig Katen mit de Ümschrift:

Adam un Eva wahnten drin,
Un Adam gröw un Eva spünn.

Wider will ick doräwer nicks nich seggen; denn so'ne Unnersäukungen mägen von grote Wichtigkeit sin; äwer den'n, de sei makt, warden sei hellschen sur.

Virtes Kapittel
Von Adam un sin Fomili
In 't Johr 1

Na, Adam ackerierte nu düchtig los; äwer in de Irst gung em dat man hellschen swack; hei was mit sin Fru allein, un sei kunn em wenig helpen, denn sei hadd mit de Gören tau dauhn. Anspannung hadd hei ok noch nich bet up ein jöhrig Fahlen, wat hei sick in de Jabelsche Burkoppel grepen hadd un wat hei sick so bi Lütten anbännigen wull; un männigmal hewwen Lüd' dat seihn, dat hei bi sin Grawen Pust hollen hett un hett sick up den Spaden stüt't un hett weihmäudig äwer den Loppiner See nah de Gegend von Groten-Bäbelin räwer seihn, bet em de hellen Tranen in de Ogen treden sünd. Äwer wat helpt dat all? För dat, wat west is, giwwt de Jud' nicks. - Nu künn ein von uns' nimod'schen Eh'lüd'Leuchtturm Kap Arkona meinen, hei hadd dat Eva düchtig entgellen laten, dat sei em in dit Unglück stött hadd - äwer ne! Hei stammte von en tau gauden Vader her, un sin leiwe Fru gung so still in ehre eigenen Weihdag' bi em 'rümmer, dat hei ut 'ne grote Weikmäudigkeit gor nich 'rut kamm un allens ded, wat hei ehr an de Ogen afseihn kunn. Hei drog ehr Water un Holt, makte 's Wintersmorgens Füer an, un wenn sei 'n Kind an de Bost hadd, denn weigt un buß't hei 't Nachtens. - So gung dat 'ne Wil in Jammer un Elend furt, un wenn sei ok mal 'ne Handvull Kurn bugten, so müßten de Tüften doch dat grötste Lock taustoppen. - Kain, sin Öllst, de em un sine leiwe Fru dat grugliche Stück mit Abeln makt hadd un de em schön all hadd unner de Arm gripen künnt, let nicks von sick hüren, hei was utwannert - wohen, wüßt kein Minsch - un hadd sick 'ne Fru namen - wat för eine geburene, wüßt ok kein Minsch. Ick denk mi äwer, dat ward woll ein von den Düwel sin Zierapen west sin, denn so ein hadd hei verdeint.  De gelihrte, berühmte Hollänner Verknusius hett in eine eigene Schriwwt up dat Vullstännigste nahwesen, dat tau Kain sine Tiden noch kein Steckbreiw' un Schandoren Mod' west sünd, un dit gew ick Bifall; wenn hei äwer wider seggt, dat Kain äwer de preußsche Grenz nah Berlin tau gahn is un is dor Husknecht worden und hett sick dor verfrigt, un sine Nahkamenschaft wahnt noch hüt un desen Dag in en groten Paleh tau Berlin an den Molkenmark, so möt einer doch dese Nahrichten mit grote Vörsicht upnemen, denn de Hauptsak, wat Berlin äwerall dunn all assistiert hett, liggt doch noch hellschen in't Gewäuhl. - Ja, wenn hei Demmin seggt hadd, denn let sick dat hüren, denn de sihr gelihrte Herr Paster Stolle tau Demmin hett nahwesen, dat de Stadt Demmin all vör de Sündflaut begäng' west is un dat dunntaumalen dor all 'ne Uneversetät mit Professers un Fridischen west is, worüm nich also ok all tau Kain sine Tiden? (Wenn einer will, so kann hei dit lesen, in den Herrn Dr. W. Reinhold sine Urgeschicht von de Stadt Woldegk up de irste Sid. - Äwerhaupt is dit en Bauk, wat ick bidden möt, ümmer bi de Hand tau hollen, wil ick mine meiste Wissenschaft dort entnamen heww.)

Äwer mitdewil wuß denn nu Seth ok all ut den Dreck un künn ok all en Gang gahn un 'ne Bestellung utrichten un kamm männig schön mal mit en Gericht Angelbors von den Jabelschen See taurügg un hölkert ok Krewt.
 
In't Johr 245
Dat hülp sick denn all, denn as Vader Adam tweihunnertunfiwunvirtig Johr olt was, was hei all schön in de Reih, un hei hadd all 'ne Kauh up den Stall, de Frühjohrs melk worden was, un taum Harwst hadd hei ein lütt nüdliches Pölk up den Kaben, un dat Fahlen ded ok all sin Ding'.

Dat hadd woll wat lang' wohrt, bet hei so wid kamen was; äwer so was dat dunn. - Uns' Buren kün'n sick doran en Ogenspeigel nemen, denn dat Volk will jo nu all woll up einen Slump rik warden. Min Fru seggt mi taum wenigsten, sei möt för de Botter acht un ok teigen Gröschen betahlen, un för den Gaus'braden tau minen Geburtsdag heww ick sülwst twei Dahler gewen müßt.

Wat Eva was, so blew sei ehr Lewlang ümmer still un för sick; äwer as sei all achthunnert Johr olt was, was sei noch hübscher as all ehr Döchter un hadd sihr vöDie Erschaffung der zweite Strelasundquerung - Rügenbrücke im Jahr 2005 nach der Erschaffung der Welt - Rügendamm über den Strelasund rnehme Manieren an sick, so dat Vader Adam oft tau sin Döchter säd: »An jug Mutter nehmt jug en Ogenspeigel!«, un dorbi kloppt hei sine leiwe Fru up de roden Backen un frog: »Mutting, wo is't mit en Stück sur Swinfleisch oder mit en Stück Aal, Seth hett jo woll vorgistern wecken fungen?« Denn hei hadd in sinen hogen Öller noch ümmer en sihr gesunnen Magen.
 
In't Johr 930
Hei sturw, as hei nägenhunnertundörtig Johr olt was, un hei was gaud in de Wehr, denn hei was de rikste Bur in't ganze Klosteramt Malchow. In sin Inventor un in den Butenacker deilten sick sin Kinner ahn Versigelung, Gericht un Avkaten. Seth äwer kreg de Hauw.

Föwtes Kapittel
Von Adam sine Nahkamenschaft
Wid un sid seten nu Adammen sine Kinner un Kinneskinner, vör allen in't ridderschaftliche Amt Stemhagen, ümmer Bur bi Buren, jeder up sinen Meß; un ehr einzigstes Gesetz was: »Wat einer hett, dat hett hei.« 't mag ok 'ne schöne Wirtschaft west sin, denn de allgemeinste Fritägigkeit güll dörch ganz Land Meckelnborg, un von 'ne heilsame Heimatsgesetzgebung, von Truschin un Militörschin un Pockenschin was kein Red', un de Folgen dorvon künnen je denn nu ok nich utbliwen. An einen Sünndagnahmiddag nämlich so üm Pingsten ut würd dat ganze Land in Upruhr verset't, denn Rabatten un Macholen ehre Pirdjungs slogen sick in den Scheidelgrawen tüschen Fuhlenroß un Demzin, dat de Hun'n dat Blaud licken kün'n, indem dat einer den annern tau nah hött hewwen süll - den 20. Mai 1064. - Dat was de irste Krig in Meckelnborg, un sörre de Tid is kein orndlich Freden wedder worden in'n Lan'n, un wat de Pirdjungs anfungen hewwen, spünnen de Buren wider, un von dei kamm't an de Börgers un von dei up de Ridderschaft, un so is dat blewen bet up den hütigen Dag. Seth un, wat sin Sähn was, Enos, gewen sick alle Mäuh, de Sak wedder in't Glike tau bringen, äwer vergews, un as Gott den Schaden besach, dunn slogen sick ehr eigenen Schepers un Kauhhirders wegen de Börnung in den Lauban, wil dat Johr dat Water knapp was - den 7. Juli 1065. - Na, des' beiden brächten ehr Lüd' utenanner, un as sei nah Hus gungen, säd Seth: »Enos«, säd hei, »fat mi en beten unner de Arm.« Wat em nich tau verdenken stunn, denn hei was vergangenen Sünnabend negenhunnertundrei Johr olt worden. - Na, Enos was en gauden Sähn un ded dat denn ok.

»Min Sähn«, säd de oll Herr nah 'ne Wil un stunn still, »dat hett sick min sel Vader Adam nich drömen laten, dat de Larm so bald losgahn würd. Wat dauh wi dorbi?« - »Dat möt Ji beter weiten«, säd Enos, denn hei was woll en gauden Sähn un hadd ok forsche Knaken, was äwer keiner von de Hellsten.

Un Seth kamm tau Hus un set't sick dal un äwerläd sick de Sak un säd tau sick: »Desen Sommer un Harwst geiht dat nich, wil dat ick tau späd mit de Strekung fahrig ward, un negsten Sommer geiht dat ok nich wegen den Aust un wil ick wat gegen min Gicht dauhn möt; äwer negsten Harwst!« Un set't sick dal un schrew den irsten Landdag in Meckelnborg ut up den 15. November 1066.

Un as de Tid kamen was, kemen alle Huswirte ut ganz Land Meckelnborg tausamen up de olle Jabelsche Dörpstäd un keken sick enanner an, wat los warden süll; denn einen »engeren Ausschuß« gaww dat dunn noch nich, un de »capita proponenda« wiren noch nich bekannt makt. Äwer wer Ogen hadd tau seihn, künn all marken, dat twei Parteien in den Lan'n wiren, Rabatten sin, wat de aristokratische was, un Macholen sin, wat de demokratische bedüden wull.

Sethen sin Ogen wiren nich mihr de besten, un ahn Brill kunn hei nich gaud mihr in de Bäuker lesen, hei sach äwer doch glik, dat dat scharp hergahn würd, un hei röp Enossen heran un säd: »Enos, min Sähn, snid di en Stock ut de Wid, un wenn du sühst, dat de Larm tau grot ward, denn bruk dinen Schacht.«

So würd Enos de irste Landmarschall in Meckelnborg.

Un dull gung't her an desen Dag, un Enossen sin Schacht spelte linksch un rechts räwer, un mit sine Hülp brächte Vader Seth dat endlich dorhen, dat de irste Landsverglik in Meckelnborg slaten würd, un de heit:Fischer auf Fischerboot an der Küste von Rügen
§ 1. Allens bliwwt bi'n Ollen.
§ 2. Wenn sick de Pirdjungens, Schepers un Kauhhirders slagen willen, känen sei dat dauhn, un keiner hett sick dor mang tau steken.

Un somit gung allens tau Hus, denn von Kontrebutschon was dunnmalen noch nich de Red'.

Un dese Landsverglik ward noch hollen bet up den hütigen Dag, denn de Pirdjungs slagen sick noch ümmer bet up den hütigen Dag; un de ollen slus'uhrigen Schepers, de säden unner einanner, wat säl wi uns de Köpp bläudig slahn, wi will'n de Kirls wat fläuten, un sei fläuten uns noch wat bet up den hütigen Dag; un de oll verstännig Kauhhird Leihsten tau Demzin säd tau sin Kollegen: »Kinnings«, säd hei, »wat will'n wi uns' Hut tau Mark dragen? Wi will'n uns' Bullen sick för uns stöten laten!« Un de Bullen, de stöten sick in Meckelnborg noch bet up den hütigen Dag.

Hirut kann jeder seihn, woans de Meckelnbörger en gesetzliches Äwereinkamen tau estimieren versteiht. Seth äwerläd sick dat anner Johr in de Meßführertid un sturw gegen Martini Anno 1067.

Sösstes Kapittel
As nu Seth grawen was, satt Enos in Adammen sinen Großvaderstaul un säd: "Ick wull leiwer, ick wir min eigen Kindskind as en Patriarch!" Denn obschonst hei en beten sihr verstutzt was, sach hei doch in, dat hei dor nich mang dörchfünn. Un hei röp sinen Sähn Kenan tau sick un säd tau em: "Jung', kumm her un regier!" säd hei, "du hest frilich noch nich dat richtig Öller" - Kenan was irst gegen 700 Johr olt -, äwer ick heww keinen Lust tau dat Geschäft, ick bün nich för Strid un Stank, un Rabatt un Machol, de laten nich von ehre Nücken. Der Deuwel mag sei untenanner krigen!" Un dormit stunn hei von den Staul up un set'te sick up de Abenbänk un knackte Hasselnät, denn mit de hadd dat dat Johr gaud johrt. - Was Enos nu man wat düsig, so was Kenan sihr klauk un sin Öller un de Tiden nah eigentlich tau klauk. Hei makte sick den annern Dag denn up de Strümp un gung nah Rabatten un log em de Hut vull, un von dor gung hei nah Macholen un log ein ok de Hut vull, dat hei sei utenanner kreg. Kort - hei was de irste Diplomatiker in Meckelnborg.

Äwer dat was dunn so as hütigen Dags; de Diplomatiker mägen dat noch so fin infädeln, de Knüppel bliwwt doch ümmer baben, un wenn sei glöwen, sei hewwen de Supp kolt pust't, denn hett de Düwel wedder frisch Füer unner bött. Dat ded de Düwel ok hir, un dat gung so tau:

Rabatt un Machol wiren Veddern; äwer sei künnen sick von lütt up nich recht seihn. "Sie verfolgten verschiedene Interessen", as dat hüt nennt ward. Rabatt müggt nich recht wat dauhn, hei hödd leiwer Schap, as dat hei achter den Haken gung; äwer hei was en Pfiffkopp, un as sin Vader storben was un hei von sinentwegen vel Geld un Gaud arwt hadd, fung hei en Handel mit fett Ossen an - denn hei was de irst, de ut en Bullen en Ossen un ut en Buck en Hamel tau maken verstunn - un verdeinte vel Geld dormit, indem dat hei sei nah Berlin tau driwen let, in wecker Gegend dunntaumalen Kainnen sine Nahkamen seten un wegen de Drögnis in de letzten Johren grote Nod leden. Na, dordörch würd hei denn sihr rik un let sick uterdem von sine Nahwers hellschen betahlen, wenn hei sine Künst bi ehr utäuwen ded. So äwernem hei sick denn un treckte in dat Basedowsche 'rinne, höll sick Kutscher un Bedeinter, red up de Parforce - denn Scheitgewehren wiren noch nich, wil dat de Minschheit tau dat Pulwererfinnen noch tau dumm was -, kort, hei spelte den Dicknäsigen un was dat ein En'n von de Wust, wo de Rosinen in sitten.

Machol was dat anner En'n, hei was von Lütt up hellschen up de Arbeit, hadd äwer en dicken Kopp, kunn sick nich recht wat utdenken un slawte leiwerst mit Meßfork un Döschflegel 'rümmer, bedrew sin Dreifellerwirtschaft nah de olle Mod' un let sine Bullen för Bull un sine Bück för Buck herümmer gahn, as't sin oll Vader makt hadd, un lachte äwer Rabatten sine nigen Moden. Kort, hei was de irste "Konservativer", as sei dat hüt nennen. - Dat hett sick nu ümkihrt; nu heit Rabatten sin Ort so; äwer wi lewen jo ok in 'ne verkihrte Welt. - Dorbi was Machol steinpöttig, let sick nich bedüden, un up sin Burhauw gung hei 'rüm as de Hahn up sinen Meß, denn hei was ok sihr rik, wil dat Gott em 'ne gesegnete Nahkamenschaft un 'ne grote Fründschaft günnt hadd, de all flitig mit heran müßten. Hei wahnte äwer tau Riddermannshagen, wohrschinlich in den irsten Katen linker Hand, wenn einer von Fuhlenroß kümmt.

De beiden Veddern lachten un monkierten sick tauirst also blot äwer'n anner; dunn kamm dat äwer mit de Pirdjungs in den Fuhlenrosser Scheidelgrawen, un wenn dat nu ok dörch den irsten Landsverglik tau 'n Gesetz makt würd, dat de Pirdjungs sick slagen künnen un dat dor wider nicks bi los was, un wenn ok Kenan de beiden Veddern in Rauh snackt hadd, in ehren Harten quüll de Grull up, un sei lurten up enanner, Rabatt, dat em Machol mal 'ne Wisch utmeihen süll, Machol, dat em Rabatt mal mit sin Parforce in den Hawern kamen süll.

Nu begaww sick dat, dat Macholen sin Swesterdochter Zulla, de as Käksch bi em deinte, an den Himmelfohrtsdag 1100 nah dat Flaßweiden gung, denn, wat ehr Unkel was, sei'te för sin Deinstlüd' alle Johr en Virt Flaß ut; äwer ümmer an de Scheid', wil dor för gewöhnlich kein Meß henkümmt, grad' so, as dat in 'ne sporsame Wirtschaft hütigen Dags noch Mod' is. Na, sei gung denn ok bet an den Fuhlenrosser Scheidelgrawen, wo ehren Unkel sin Rebeit uphüren ded un den Herrn von Rabatt sin anfung - denn Rabatt let sick all sid einige Tid von Rabatt näumen - un stellt sick hen un kickt ehr Flaß so an un seggt: "Dor ward ok nich vel nah kamen, dat bliwwt tau kort, un wenn ick mi dor echter Sommer dor Hemden von maken lat, denn gahn sei mi jo woll man bet an de Knei." Denn sei was 'ne grote, vüllige Perßohn, mit rode Backen, klore, blage Ogen un langes, geles Hor; höll sick ok rendlich an ehren Liw' un hadd'ne Reih Bernsteinkrallen üm ehren Hals. Ehr Tüg was sauber, un wenn sei ok kein Kreolin anhadd, so hadd sei doch mit Eten un Drinken dorför sorgt, dat sei uns're hütigen Damen in den Ümfang nich nahstunn. - Sei süfzt also un seggt: "Na, denn helpt dat nich!" un weidt ehren Flaß, un as de lütt Abendbrodstid kümmt, set't sei sick in den Scheidelgrawen in'n Schatten un vertehrt ehr Botting.

Mit einmal kümmt dat von de Demziner Sid mit Hurah un Hun'nblaffen un Pitschenknallen äwer'n Barg 'räwer, de Has' vörup un de Hun'n achter drin. De Sähn von den Herrn von Rabatt was up de Jagd, un von Schontid wüßt noch kein Minsch wat. - De Has' lep den Scheidelgrawen entlang, äwer de Hun'n kemen in de Möt, un in de Angst sines Herzens sprung hei in ehren Schot, un sei, as 'ne mitleidige Jungfru, slog ehren Ümslageldauk üm em un stödd mit de Bein nah de Hun'n.Kirche in Niepars -Mecklenburg Vorpommern - MEKPOM
De Junker von Rabatt kamm nu 'ranner un verlangte sinen Hasen; sei was äwerst en resolviert Frugensminsch un säd: "De Has' is uns'. - Ick sitt hir up uns' Sid von den Scheidelgrawen, un dor hett keiner wat tau säuken."

De Junker kamm denn nu neger, un as hei sach, mit wat för 'ne uterwählte Schönheit hei tau dauhn hadd, slog hei mit de Pitsch mang de Hun'n, dat sei Rauh gewen, un set't sick bi ehr dal un frog: "Wo heitst du, min Kind?" - "Ick heit Zulla", säd sei. - "Wo olt büst du?" frog hei wider. - Na, dat was drist; äwer Junkers sünd allentwegen un tau allen Tiden Junkers; un wohrschinlich wil sei sick von wegen ehr Öller nich tau schämen hadd, säd sei ganz ruhig: "Ick gah in min achtunnägentigst." - Dit schinte em tau gefallen, un hei bögte sick en beten neger an ehr 'ran un säd: "Zulla, ick mag di liden."

Hir stödd em denn nu de Bur noch en beten in dat G'nick, un uns' Junkers hadden't up Stun'ns woll finer infädelt; äwer dat ded in desen Fall gor nich nödig, denn "sie errötete nicht bis unter die Locken", wil sei kein Locken hadd un ehr Backen ümmer schön rod wiren; "ihr Herz schlug nicht hörbar", denn sei wüßt gor nich, dat sei en Hart hadd; "sie senkte nicht ihr Köpfchen", denn sei hadd kein "Köpfchen", sei hadd en richtigen Kopp; un "ihr Busen wallte nicht empor", denn hei was - Gott sei Dank - ümmer so in de Reih, dat hei sick tau jede Tid ahn Wallung presentieren kunn. Sei säd also blot: "So? - Na, ick di ok." Un dorbi kek sei em so klor in de Ogen, as hadd sei den Preister de Bicht upseggt.

"Kümmst du hir wedder her?" frog hei. - "Ja, echter Sünndag", säd sei. - "Na, denn kam ick ok wedder, un dat du't weitst, ick bün Sophat, de Sähn von den Herrn von Rabatt; un nu giww mi minen Hasen", säd hei.

Äwer dunntaumalen güll noch Recht un Gerechtigkeit in de Welt, un de Käkschen steken ehren Granedier noch nich allerlei in de Tasch, un sei säd also: "De Has' is nich min, de hürt minen Unkel Macholen."

"Macholen?" frog hei un fläut't so vör sick hen un hadd sin eigen Gedanken, un sei ok, un so gungen sei mit "Adjüs" utenanner.

Un as de Junker Sophat so äwer den Barg tau Hus red, säd hei tau sick: "Min Vader is en Klas. - Dor is hei nu de einzigste un irste Eddelmann in de ganze Welt, un wenn ick sin Geschäft furtsetten sall, denn möt ick 'ne Mesallianz sluten; denn wo sünd hir Eddelfrölens?" Un Zulla kamm tau Hus un säd tau Macholen: "Vaderbrauder, hir is en Has'." - Machol frog ehr denn, wo sei dortau kamen was, un sei vertellte denn ok in alle Unschuld den Hergang von de Sak, äwer dat de Junker sei liden müggt un dat sei sick echter Sünndag wedder henbestellt hadden, dat versweg sei; denn so dumm wiren sei dunnmals ok nich mihr.

Machol äwer röp sin Sähns un sin Knechts vör de Dör herut un säd tau ehr: "Paßt mi up den Junker, hei kümmt uns in den Hawern."E.M.Arndt Gedenkstätte in Grossschoritz, Insel Rügen

Säbentes Kapittel
Un as de Sünndag kamm, gung sei hen un weidte ehr Flaß un set'te sick in den Scheidelgrawen un et ehr Botting, grad' as dat vörrige Mal, un grad' as dat vörrige Mal kamm ok de Junker äwer den Barg un de Has' vör em up, äwer de lep nich so as dat vörrige Mal, denn von de Demziner Burkoppel tau slog hei en Haken dörch Macholen sinen Hawern, un de Junker jog achter em drin, ahn sick wider wat dorbi tau denken. Doch as hei Zulla in den Grawen sitten sach, let hei Hasen Hasen sin un sprung von de Mähr un säd: "Gun Dag, min Döchting."

Sei antwurtete em äwer nich un weinte still vor sick hen, un as hei sei frog: "Worüm dat?", säd sei: "Du büst dörch minen Vaderbraudern sinen Hawern jagt." - Na, hei tröst'te sei denn un küßte sei, un sei küßte em ok wedder, äwer weinte dorbi wider un säd: "Un de Has', den du jagt hest, was kein natürlich Has', denn ick heww dat seihn, hei lep up drei Beinen, un du sallst seihn: Unglück slöppt nich." - Hei lachte denn doräwer, denn hei was as Junker vel upverklärter as sei; äwer ein oll Sprückwurd seggt: Den Vagel, de 's Morgens so tidig singt, frett des Abends de Katt. Un so kamm dat ok hir. Macholen sin Sähns un Knechts hadden in den Scheidelgrawen legen un hadden seihn, wo de Junker dörch den Hawern jagt wir, un Macholen sin ein Sähn, Kirwa, de sülwst en Og up Zulla smeten hadd, hadd ok seihn, wo sei sick beid küßt hadden, un de Grull begehrte in em up, un hei säd: "Kamt, wi will'n den Bengel dat Ledder vull slahn." - Dat wull'n äwer de annern nich, un de ein säd: "Ne, wi will'n em gripen un will'n em nah Macholen bringen, un de kann jo denn dauhn, wat em gaud dünkt." Un dat deden sei ok un brächten em vör Macholen un säden: "Hir heww'n wi den Vagel."

Macholen-Vadding kamm nu en beten sihr in Verlegenheit: "Schön!" säd hei un gung in de Stuw' rümmer un kratzt sick den Kopp: "Wat nu?" Tauletzt verföll hei up dat richtigste Middel, wat bet up den hütigen Dag noch in Anwennung is: "Bet up utgemakte Sak will'n wi em inspunnen." - Äwer wo? "In't Sandlock unner de Trepp", säd de ein. - "Unner dat Waschküben", säd Kirwa, un richtig - hei drung dormit dörch, un de Junker würd unner dat Küben stülpt.

So würd Fru Macholen ehr grot Waschküben dat irste Prisong in Meckelnborg; äwer dat hett sick bi uns mit de Johren sihr verbetert, de Rümlichkeiten sünd vel gröter worden, un Däms un Dreibargen hadden woll nich unner dat Waschküben Platz.

Den annern Morgen äwer, as de oll venysche Kirwa äwer den Junker spektakeln wull un dat Küben in de Höcht böhrte, hadd dor 'ne Uhl seten, un de Vagel was utflagen.

Dit was äwer so taugahn. In de Nacht was Zulla up Söcken mit 'ne Blendlatern de Trepp dal kamen un hadd lising an dat Küben kloppt un hadd in dat Spundlock 'rinne flustert: "Büst du noch hir?", un unnen hadd dat "Ja" seggt. Dunn hadd sei dat Küben tau Höchten böhrt, hei was lising 'rute krapen, un - wohrt nicks - hadden sei buten up de Strat in den Manschin stahn, sei mit en Bündel unner'n Arm un hadd rohrt. Dunn hadd hei fragt: "Wat rohrst du?" - Sie äwer hadd seggt: "Sall ein nich rohren, wenn hei för ümmer dat Hus verlett, worin hei buren un tagen is?" - Dunn hadd hei fragt: "Wo so?" Un sei hadd seggt: "Wenn min Vaderbrauder wiß ward, dat ick di ut dat Küben hulpen heww, ward hei mi slagen, un för Släg' dein ick nich; ick gah in de Welt", un dormit hadd sei sick ehr Schauh antreckt.

Em wir dat äwerst an dat Hart kamen, un hei hadd seggt: "Kannst du üm minentwillen din allens verlaten, denn kann ick dat üm dinentwillen ok. Min Oll kann wedder frigen, wenn heSteilküste an der Ostsee i sinen Adel furtsetten will, denn hei is irst 756 Johr olt; ick ward ut Leiw wedder Bur."

Un somit was hei mit ehr in dat Preuß'sche 'rinne gahn un hadd anfungen, den Demminer Kreis tau bevölkern.

Dit is de irste soziale Roman in Meckelnborg, un dat selige Eddelmannsgeriww hett utdrücklich an den Rand dorbi schrewen, hei hadd de Geschicht deswegen so utführlich vertellt, wil sines Wissens alle Romanen in Meckelnborg den sülwigen Verlop hatt hadden, nämlich dat entweder en Eddelmann 'ne Börgerliche frigt hadd oder en Börgerlicher en Eddelfrölen: notabene, denn wir äwer ümmer in den irsten Fall de Börgerliche rik west un in den tweiten Fall dat Frölen arm.

Achtes Kapittel
Äwer de Geschicht is nich ut; dat dick En'n kümmt noch in dat Achte Kapittel
As Rabatt den ganzen Ümstand tau weiten kreg, ret hei sinen Rock intwei un säd: »Ick truer nich üm minen Sähn; ick truer dorüm, dat hei ut de Ort slagen is. - Äwer Macholen sall der Deuwel halen!« Un dormit schickte hei 'ne Massiw' mit en riden Baden an dejenigen, de tau sine Partei höllen, un let sei tausam kamen un säd: »Kinnings«, säd hei, »so steiht de Sak! Wer weit, ob ick in den Stan'n bün, minen Adel uprecht tau erhollen«, un dorbi kek hei bescheiden sine säbenhunnertsößunföftig ollen stümperigen Beinen an, »äwer, Kinnings, wenn ick't nich kann, denn känt ji't. In dese gesegneten Tiden is dat nich swor, glöwt mi dat, ick heww dat tauirst dörchmakt: up Stun'ns hewwt ji blot nödig, Küste der Insel Hiddensee bei Rügen am Abendvör jugen Nam en lüttes 'von' tau schriwen un tru tausamen tau hollen; äwer, glöwt mi, nahsten kümmt dat anners, denn sall jug Nam in dat Register stahn, denn sält ji Ahnen upwisen, un wenn ji dat nich känt, denn möt ji blecken, dat sei jug rezipieren.« - Na, dat was richtig, un sei segen dat ok in, un sei höllen ok tru tausamen, denn up den Nahmiddag reden sei alltausamen nah Riddermannshagen 'räwer un set'ten Macholen den roden Hahn up dat Dack.

Un den annern Dag ret sick Machol ok den nigen Rock intwei, röp sin Lüd' un Frün'n tausamen un säd: »Kinnings«, säd hei, »noch is dat Tid, noch kän wi uns wehren; äwer paßt up, dat kümmt anners! Dor ward 'ne Tid kamen, wo sei uns unner de Bein pedden, wo wi för ehr arbeiten un slawen möten un wo sei uns leggen, as sei dat all mit den Hingst anfungen hewwen. - Wi möten tausam hollen.« Un sei höllen ok tausam un fällen in Rabatten sin Fettossenhaud un drewen sei weg, un ein jeder namm sick, sovel em paßte.

Dat was de Fehler! Denn wenn de äwermäudige Eddelmann sick ok scharp un ungerecht räken ded, so dacht hei doch blot an de Rach' un nich an dat Plünnern un höll ok tausamen; de olle slus'uhrige Bur dachte äwer vör allen an dat Nemen un wat hei dorbi riten künn, un wenn hei gewohr würd, dat ein anner mihr kregen hadd as hei, denn kamm de Afgunst äwer em, un dat is de Mutter von de Uneinigkeit.
Tau dese Tid was Mahalaleel Patriarch un was en gaud Mann, wull ok girn Fred' in'n Lan'n hewwen, un hei röp sinen Sähn Jared tau sick un säd: "Bring' ok din lütt Jüngschen Henoch mit, denn hei is jo all säbentig Johr olt un is en klauk Kind, wi willen Rat hollen, wo wi dit Wesen stüren."
Wil dat sei nu desen Rat höllen, wat Johr un Dag duren ded, wil drei so licht nich äwerein kamen, sengten un brennten de Eddellüd' in'n Lan'n herümme, un de Buren stehlen fette Ossen, un't würd 'ne Wirtschaft, dat dat einen Stein erbarmen künn. Un as sei nu so'n fiw Johr ut un in Ratslag hollen hadden, säd lütt Henoch eins in 'ne gaude Stun'n: »Großvadding, ick glöw, un Vadding, mi dücht, nu is dat naug. De Landsverglik seggt frilich, wenn sick de Pirdjungs slagen willen, so hett sick keiner dor mang tau steken; äwer dit sünd kein Pirdjungs mihr, dit sünd olle Lüd'; nahgradens, dücht mi, möt ick dit Wesen tau en Landfredenbruch reken.«Un Vadding un Großvadding säden beid' ut einen Mun'n: »Dat Kind hett recht; äwer wat bruk wi dorgegen?«
Dat was nu de Haken! - Sei ratslagten wedder gegen fiw Johr, denn dunntaumalen wüß allens, Arm un Bein un Knaken, vel langsamer as up Stun'ns, also ok de Gedanken, un de Kurhessen-Frag' un de Sleswig-Holstein-Frag' sünd wohre Snellöpers gegen de dunnmaligen Fragen. Äwer tau En'n kümmt allens mit de Tid, un as de fiw Johr üm wiren, säd lütt Henoch, dat klauke Kind: »Großvadding un Vadding! Wi möten en nigen Landdag utschriwen.« Un de beiden Ollen säden: »Dat Kind hett recht!« Un so würd denn de tweite Landdag utschrewen.
Un as de Dag kamm, kamm allens, wat sick för en Eddelmann utgaww, mit grot Geschrig un Geschrag nah de olle Jabelsche Dörpstäd un stellten sick Mann för Mann; de ollen dämlichen Buren äwer blewen tau Hus un plegten sick mit Biwstück un Pökelrindfleisch von ehre fetten Ossen un säden: »Lat Macholen hengahn, de het't anrührt: uns bringt dat keinen Vurtel, wi will'n uns de Näs' nich verbrennen.« Blot weck, de kläuker sin wullen as dat anner Burvolk, gungen henun stellten sick orswarts achter de Eddellüd', un so drad einer von des' den Mund upded, nickten sei ümmer mit de Köpp un säden tau sick: »Mäglich, dat sei uns gewohr warden un uns in ehr Adelsregister inschriwen laten.« De Eddellüd' äwer lachten äwer ehre Dämlichkeit un säden tau sick : »Ja, nickt ji man, dat kann uns woll gefallen; äwer ut dat anner ward nicks, denn wi möten ok Schap behollen, de wi scheren känen.«
Up desen Landdag was grote Einigkeit, un ein von de Eddellüd' wis'te nah, dat de ganze Larm von den Hasen un den Hawern herkamen wir, un keiner hadd wat dorwedder, un en anner Eddelmann wis'te dat historische Recht nah, wat de Eddellüd' up de Hasen hadden, un keiner hadd wat dorwedder; un de drüdde makte den Vörslag, dat de Landdag slaten warden süll, un keiner hadd wat dorwedder.

Un de Landdagsafsluß ludete dit Johr:
§ 1. Dat bliwwt all so, as dat west is.
§ 2. Jeder Eddelmann kann in den Buren sinen Hawern jagen.
§ 3. ....
§ 4. .... usw.

Un dit is dat irste un öbberste Gesetz, wat in Meckelnborg gullen hett bet up den hütigen Dag; un't was en bös' Gesetz för dat Land, un lütt Henoch was doran schuld, un doch was lütt Henoch ein klauk Kind!

Denn as hei mit sinen Vadding un Großvadding von den Landdag nah Hus gung, treckt hei sinen Großvadding an de Rockslipp un säd: »Großvadding, dit's en slimm Stück! Du sallst seihn, hirdörch kümmt vel Elend äwer dat Land. Hadd ick wüßt, wat ick nu weit, ick hadd nich tau einen Landdag raden. De Bestimmung, datsick de Pirdjungs slagen känen, berauht up 'ne Ort von Gegensidigkeit; äwer dit Hasen- un Hawern-Gesetz is jo eigentlich en Privileg'!«

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»Dat is dat«, säd Mahalaleel, »äwer, min Sähn, de irste Not möt kihrt waren, as din Großmutter säd, dunn slog sei den Backeltrog entwei un makt dat Sürwater dormit heit. So lang', as wi lewen, höllt sick de Sak noch, wenn't ok en beting knackt.«

Un Jared säd, denn hei was 'ne Ort Prophet un hadd mihr Insichten in de taukünftigen Ding' as in de gegenwärtigen: »Après nous le déluge!«

Nägentes Kapittel

Mahalaleel was dod, un Jared was storwen, un de lütt Henoch was allmählich in sin Vaders Schauh 'rinne wussen, un was hei en klauk Kind west, würd hei en noch kläukeren Mann; äwer wat helpt all de Klaukheit, wenn ein dat Heft ut de Hand gewen hett? - Hei hadd't verspelt; hei hadd dat irste Privileg' vergewen, hei hadd nich mihr mit einerlei, hei hadd nu all mit tweierlei un, wohrt nich lang', mit fiw- un sößerlei Minschen tau dauhn, denn wer irst einen Finger hett, hett bald de ganze Hand un de anner dortau, un so'n richtig Privileg' is as 'ne gaude Tuchtsäg', dat smitt up einen Worp teigen Farken.

De Eddellüd' würden dicknäsiger un äwermäudiger as tau Rabatten sin Tid, un de Buren würden dämlicher as tau Macholen sin. Was süs noch af un an en lütten gaudmäudigen Junker unner de Eddellüd', de üm den Buren sinen Hawern weg red, oder en ollen weikmäudigen Herr, de 'ne smucke Burdirn en Tweigroschenstück tausmet, wenn sei em dat Heck apen makt; was süs noch en ollen trugen Burjung', de nachts nich bi den Eddelmann in de Appel un Beren steg, oder so'n ollen Vader, de dat Eddelfrölen tau Wihnachten en hübschen Korw bröchte, so reden up Stun'ns de Junkers mit lange Pitschen up de Parforce, un wenn sei kein Hasen un Vöß funnen, denn slogen sei de Buren, un de ollen Herrn meinten, de smucken Burdirns wiren doch gor tau smucke Burdirns, un de ollen trugen Burjungs meinten: "Wat Appel un Beren, sülwern Lepels sünd beter": un de ollen Vaddings, de säden: "Täuw! Di will'n wi en Schäw riten", un stickten ehr de Miten an.

As Henoch dit Elend so mit anseihn müßt, würd hei sihr trurig, un eines Dags stunn hei an den Jabelschen See, dunn kamm sin lütt Methusalem 'ranne sprungen un säd: "Vadding, nah Lütten-Varchow 'räwer brennt dat all wedder." Dunn namm Henoch sinen lütten Methusalem up den Arm un gaww em en Kuß un säd: "Grüß din Mutter velmal von mi, denn ick bün de Sak satt."

Un somit gung hei äwer dat Is - denn dat was Winterstid - nah de Damerow'sche Sid 'räwer un würd nich mihr seihn.

Weck meinen nu, hei is dorbi in 'ne Wak follen, weck meinen, hei is wegen hüslichen Unfredens mit sine Fru fläuten gahn; de Doktor Reinhold meint, hei is gahn un hett Amerika entdecken wullt; äwer dat selige Eddelmannsgeriww seggt utdrücklich in sine Handschrift: "Hei is in't Elend gahn, wil dat hei sick ein Gewissen dorut makt hett, dat dörch sine Schuld zweierlei Minschen up de Ird kamen sünd, ein Ort mit Privileg - ein Ort ahn Privileg." - Dat seggt de selig Eddelmann, un wenn hei't sülwst seggt, heww ick keinen Grund, dorgegen tau striden.

Teigentes Kapittel
Dat oll lütt Worm Methusalem satt nu dor as 'ne verlatene Wais' in sinen hunnertföftigsten Jahr, un wenn hei wüßt hadd, wat em in sinen langen Lewen bevör stünn, hei wir't woll as sin Vader verlopen; denn wiren alle Düwel in Land Meckelnborg los, denn kamm nu noch de Luxusdüwel baben in, un dat is den ollen Düwel sin öllste Sähn.
De Herrn Eddellüd' kregen mit en Mal einen hellschen finen Hals, un de Husmannskost, de dor süs glatt dörch gahn was, wull nu nich mihr gliden, sei müßten wat Apartiges hewwen; un ehr Frölens un gnedige Frugens kregen mit en Mal 'ne hellsche fine Hut, un dat gewöhnliche Gaschentüg, wat sei sörreher dragen hadden, würd' ehr kratzen un jäken, un dat müßt dunn all Bombassäng sin. De Luxusdüwel röp sinen öllsten Sähn, den Modendüwel, tau Hülp, un dunn gung't los nah 'ne nige Melodi un ümmer wedder nah 'ne nige Melodi! Nu würd in den Lan'n snidert un sneden, weck hadden de Rück glatt un knapp un seten dorin, as seten sei in 'ne Wustslus', weck hadden sei wid un vüllig, rund herüm mit Balanzen beset't, un gungen dorin 'rümmer, as wenn en Äwerbedd spazieren geiht, weck hadden de Kleder hin'n utsneden, un weck hadden sei vör'n utsneden, un weck leten't hin'n lang' hängen, un weck leten't vör'n lang' hängen, un wat sei sick mit Bäwernadeln un Knistergold üm den Kopp tömt hadden un mit Fresen un Pellerinen un Kalwerkrüsels un Hamelrüsch üm den Hals tüdert hadden, was nich för de Warmnis un nich för de Küll.
Jedwerein sunn up wat Nigs; äwer ein Frölen was ehr all äwer, denn sei hadd en anslägischen Kopp un was wat ungetacht von Liw', wil dat sei en gauden Apptit hadd un wat vüllig worden was. Dat wull sei denn nu nich för ehren Vull hewwen, un sei namm en En'n oll Sadelgört von ehren Herrn "Vater" un röp ehr Kammerjumfer un säd: "Nimm de Gört un sner mi dat Liw' weg!"
Dat was dat irste Snürliw' in Meckelnborg.
Un as sei nu in ehren Glanz, dünn as en Swekspohn, up den negsten Tee kamm, dunn gung dat mit grot Wunnern los, un den annern Morgen wiren all de Sadelgörten in den ganzen Lan'n intwei sneden, un de Herr von A. bet de Herr von Z. kunnen in acht Dag' nich spazieren riden un legen up den Sofa un schullen up de Frugenslüd', denn sei leden an slichte Verdauung. - Uns' Herrgott äwer schüddelte den Kopp äwer all dit Wesen un säd: "Dit geiht nich länger! Ick heww den Minschen tau minen Ebenbild makt un heww dat Frugenszimmer schön makt, dat den Mann sin Ogen mit Wollgefallen dorup rauhn. Ick will nich, dat sei as de Hoppenstangen in den Lan'n rümmer gahn."
Mit den Buren was dat äwer noch vel slimmer, hei was ganz un gor in den Dreck peddt un wurmisierte dorin 'rümmer, as wir hei dorin buren. Wat de Tähnen kort krigen kunnen, dat att hei, un sin irste Grundsatz was: "Man 'run dormit! 't is man en kort En'n, wo't gaud smeckt, nahsten is't all egal." - Dat wusch un kämmt sick nich mihr un hadd kein Scham oder Gram; dat fulenzt herümmer un stöhl as de Rawen.
Un uns' Herrgott schüddelte wedder den Kopp un säd: "Ick heww den Minschen tau minen Ebenbild makt; äwer nich, dat hei lewt as en Farken. Hir möt en Inseihn gescheihn!"
De lütte Waisenknaw, Methusalem, was mitdewil en steinolt Mann worden, un in sinen nägenhunnertunnägenunsößtigsten Johr in den Artaust Anno ... kamm hei tau starben un let sinen Sähn Lamech un sin Enkelkind Noah kamen un säd tau ehr: "'t is en Unglück för den Minschen, wenn hei in 'ne Tid lewen möt, wo allens verkihrt geiht; ick heww mi nu naug quält, nu seiht ji tau." - Un Lamech frog em: "Vadding, wo wir't mit en nigen Landdag'?" - Dunn richt'te sick Vader Methusalem in de Höcht un säd: "Dauh, wat du nich laten kannst! So vel äwer segg ick di, dat Hasen- un Hawern-Gesetz von den vörrigen Landdag is an den ganzen Qualm schuld, un ick ded't nich wedder"; un sackte taurügg un entsäd't sick.
Lamech äwer verget Methusalemmen sin Red', un as hei etzliche hunnert Johr de Sak mit anseihn hadd un mit sick tau Rat gahn was, schrew hei en Landdag ut. Noah äwerst hadd sin Großvaders Red' behollen un schüddelte den Kopp.
Un dit was de schönste Landdag, de meindag' in Meckelnborg hollen is, denn allens, wat dor was, was von den würklichen rezipierten Adel; kein Bur let sick seihn, un sülwst de, de süs achterwarts von den Adel stahn hadden, wiren bi Lütten afstunken, un keiner würd 'rinner laten, de keinen roden Rock anhadd.
Un as sei all dor nu so stün'n in ehre Pracht un Herrlichkeit, dunn drängt sick einer mang ehr dörch, un dat was Noah, un hadd itzig un allein 'ne swarte Frack an un stellt sick hen un slog up den Disch, denn hei was en Kirl dornah, un säd: "Ja, kikt mi an! Un wenn't wat warden sall, möt't anners warden! Dat Hasen- un Hawern-Gesetz möt uphaben warden!"
Dunn würd de ganze olle Jabelsche Dörpstäd wild, un allens rep: "Furt mit den Kirl!"
Noah blew äwer ruhig stahn un säd: "Gnad' Gott den'n, de mi anrögt." Un keiner wagt sick an em 'ranne, denn hei was en hellschen forschen Kirl un hadd sinen Husdörenslätel in de Hand un stunn mit den Puckel gegen 'ne Eik.
Un ein ut de Versammlung steg up den Disch un höll 'ne Red': en Unnerscheid mang de enzelnen Stän'n müßte sin, weck müßten Privelegen hewwen un weck nich, dat wir nich allein ehr historisches, ne, dat wir ok ehr göttliches Recht; un hei för sinen Part reknete dat Hasen- un Hawern-Gesetz ok för en göttliches Recht; ja sogor för sinen Ur- un Anfang.
Un alle stimmten mit em un röpen: "Bravo!", un't würd fast set't, dat sine Red' mit in't Landdagsprotokoll süll upnamen warden; un as Noah en Diktamen äwer de Glikheit von alle Minschen tau Protokoll gewen wull, röpen sei all: "Dor is äwer Johr kein Tid tau, dat kann bliwen bet taum negsten Mal!", un de Landdag würd slaten.

De Landdagsafsluß von dit Johr äwer heit:

§ 1. Allens bliwwt bi'n Ollen.
§ 2. Dat Hasen- un Hawern-Gesetz mit uns' annern dorut erwussenen Privelegen bliwwt ok bi'n Ollen, wil dat wi dorup nich allein en historisches, sünnern ok en göttliches Recht hewwen.
§ 3.
§ 4. (item) usw.

Un dormit gungen sei nah Hus.

Uns' Herrgott äwer schüddelte stärker mit den Kopp un säd: "Dat mit dat historische Recht was all en stark Stück, doch heww ick mi dat noch gefallen laten; äwer wenn ji nu all von't göttliche Recht reden, denn jeww ick ok en Wurd mit intauspreken."

Un hei gung hen un söchte Noah'n un funn em in de Leppiner Dannen, wo hei 'ne Dann afstämmte, un hei säd tau em: Noah, min Sähn, du geföllst mi, denn ick bün mit di taufreden. Un arger di nich doräwer, dat sei din Diktamen äwer de Glikheit von alle Minschen nich tau Protokoll namen hewwen, denn ick will di 'n Flag wisen, wo du 't henschriwen kannst, dor ward dat länger stahn as in ehr Landdagsprotokoll: schriw dat in dat Hart von dine Nahkamenschaft, denn ward sick dat verarben up Kind un Kindskinner un wider un ümmer wider, un wenn ok vele dorgegen handeln, din Diktamen ward doch bet an't En'n stahn bliwen in jede ihrliche Minschenbost. - Bi dit Dannenstämmen bliw äwer bi, denn du sallst di einen Kasten bugen, un bet up di un din Hus will ick sei all mit 'ne Sündflaut verdarben."

Un Noah bugte sick einen Kasten up de Jabelsche Dörpstäd un bröchte allens an Burd, wat uns' Herrgott em heiten hadd, un as hei dormit fahrig was, säd hei: "So! Ick bün klor."

Un uns' Herrgott säd in sine Langmaut: "Täuw noch en beten un schriw en nigen Landdag ut, weck künnen sick besunnen hewwen." - Un Noah ded dat, un as sei all tausamen wiren, lachten sei äwer den Kasten, un as Noah sei frog, ob sei ehr Privelegen upgewen wullen, dunn lachten sei ok äwer Noah'n; un Noah steg in sinen Kasten un set'te sick an dat Stüer un röp sine drei Sähns tau, Sem, Ham un Japhet: "Jung's, paßt up! Allens stramm in den Wind! Dat ward gliksten losgahn."

Un de Sündflaut brok herin, un dat Water kamm von den Hewen un von de Barg un ut de Grün'n, un as de Landstän'n bet an dat Knei in dat Water stun'n, würd ehr bang', un as dat Water ehr bet an den Hals gung, röpen sei: "Wi will'n uns' Privelegen entseggen!" Äwer dat was tau lat, denn Noah hadd naug mit sick sülwen tau dauhn, wil dat sin Kasten flott worden was; un as hei bawen äwer de Leppiner Dannen wegsegeln ded, was ok de letzte vörsündflautliche Landdag slaten, un alle Privelegen wiren versapen.

Dat elwte Kapittel
Jedwerein weit nu, woans Noah nah so un so vele Dag' up den Ararat tau sitten kamm un dat hei dor 'ne Tidlang luren müßt, ihr allens wedder drögwas . As nu tauletzt dat Grawen wedder gung, namm Vader Noah sinen Spaden un gung mit sin drei Jung's ut un söchte sick en gaud Flag tau en Winbarg; un sin lütt Japhet säd: "Vader, worüm sünd wi nich up einen vonde meckelnbörgschen hohen Barg, up den Helpter- oder Ruhner-Barg oder up de Slemminer Borg, sitten blewen, denn hadd ick di in de Neg' en schön Flag för Winbarg' nahwisen künnt, so bi Criwitz 'rüm." Äwer Noah säd: "Min Sähn, dat möt ick di taum puren Unverstand anreken, denn wi schriwen hüt den achtteihnsten Oktober, un wo süll'n wi woll in Meckelnborg all uns' Veih dörch den Winter bringen känen? Hir kann sick dat wat säuken, un dor möt wi dat up den Stall hollen. Un wil du di dat verme ten hest, wat beter tau weiten as din oll Vader, so sallst du un dine Nahkamen tau Strafde Criwitzer Winbarg anleggen, un ji sält dor ok von drinken." As Japhet dat hürte, würd hei sihr trurig; äwer Noah strakte em äwer un säd: "De Straf is woll hart; äwer lat du dat man sin! Dat ward all nich so heit eten, as dat upfüllt ward. Ji känt jug nebenbi ok Franschen-Win von Lübeck un Rostock schicken laten, un wenn de Rapp gellen deiht, is de Chepandy ok für jug wussen." Dunn würd Japhet wedder fröhlich un würd so lüftig utseihn, as süll't nu all losgahn, un oll Vader Noah säd tau sick: "Ham is en tückschen Hund, un so'ne Ort möt einer ande Ked' leggen, Sem is en gaud Kind, äwer dor sitt kein Gall un Grats achter, hei kann achter den Aben sitten bliwen un kann en lütten Handel anfangen; äwer min Japhet! - Nu kik mal einer den Jungen an! Nu rangt hei all wedder upde Mähr 'rümmer! - Jung', willst du von de Mähr 'run! Irst lihr wat dauhn, un nahsten kannst du in de Welt 'rümmer jökeln!" Während de Tid, dat nu Noah un sin Sähns un Swigersähns för frisch Volk up de Ird sorgen ded, stunn Meckelnborg ganz leddig, un en ganzes Amt was för en Botterbrod tau verpachten, wil dat kein Konkurrenz dor was. Äwer nu wis'te sick dat mal herrlich, wat dat heit, wenn unsen Herrgott sin Hand sülwst up Barg un Dal legen hett. Gräun legende Wischen, un gräun stunnen de Barg, de Blaumen, de bläuhten in ehre Pracht, un ehr Ruch steg taum Hewen, schöner as Abeln sin Opfer; de Eiken un Bäuken, de wölwten sick mit ehre Kron unner den Hewen, un unner ehren Schatten lagg de Ird so still, as wenn einer in deipe Gedanken sitt un dorup sinnt, wat allens hei de Minschen tau gauden dauhn will; un de Sünnenstrahl spelte dörch dat gräune Low, as wenn uns' Herrgott Erbarmen kriggt mit so'ne arme Minschenseel un sin Licht in em fallen lett, dat hei den rechten Weg fin'nt tau sin Vörhewwen; unde Bäken un de Ström, de lepen tausam un slüngen de weiken Arm in einannner un smüsterten un flusterten unner den gräunen Busch as Leiwslüd' un gungen in Eintracht den Weg dörch dat schöne Lewensland tausamen, as hei ehr vörschrewenwas, un flöten still herut in de ewige See, ut de alles Lewen stammt; un Man un Stirn speigelten sick in den glatten See un gungen ehren Fredensgang äwer de Ird un wiren as de Fautspuren von unsen Herrgott, wenn hei sin Sünnenog slaten hett un nachtens äwer den Freden wakt. Äwer dit all äwer steg de Regenbagen up taum Teiken, dat uns' Herrgott Freden makt hadd mit sine Welt. Äwer de Welt makte keinen Freden mit em un keinen mit sick sülwen; un de Brauder süht noch hüt den Bagen an den Hewen stahn un dröggt Haß in den Harten gegen den Brauder, un de Herr süht em un sleiht sinen Knecht, un de König süht ein un dröppt sin Volk.

Dat twölwte Kapittel
Bi Noah'n sinen Namen kümmt de selige Stolper Eddelmann up 'ne sonderbare Idee; hei meint, wil dat Noah den Win upbröcht un sick af un an sünndags en lütten Kräsel drunken hett, möt hei em mit den ollen versapenen Heidengott Bacchus äwerein bringen. Dit makt hei so: Hei seggt, "Noah" hett eigentlich "Noach" heiten, dorut hadden sei nahsten "Joach" makt, dorut "Jach", dorut "Jachos" un dorut "Bacchus". Hüren lett sickdat; äwer mi dücht, dat selige Eddelmannsgeriww hadd sin Tid beter anwennen künnt, denn bi so'ne Unnersäukungen ward man unnütz Licht verswält; oder meint de selige Eddelmann villicht, wenn hei sinen Stammbom bet Noah'n 'ruppe nahwisen kann,dat dat för en christlich-germanisches Geriww as ein noch gröteren Ruhm gellt, von en plusterbackigen Heidengott aftaustammen?

Ick will von Noah'n nu also ok nicks mihr seggen, as dat ick ein tidlewens för'n sihr braven Mann hollen heww un dat mi dat würklich led deiht, dat hei Anno ... storben is; un sülwst ok denn noch, wenn dat würklich wohr is, dat hei den Win upbröcht hett.

As Noah grawen was, deihlten sik sin drei Sähns in sin Arwschaft, un't gung ok all gaud dormit, bet up den Winkeller. Dor gung denn de Larm tauirst los. Ham, de olle schäw'sche Bengel, hadd sick de besten Johrgäng' bi Sid schafft, undat Kretur hadd en Tungenledder taum Winpräuwen, as wir't ut olle Brandsahlen makt. "Wat de Düwel klauk is!" säden Sem un Japhet. "'rut mit de Wust! För den Esel smecken de Disteln am säutsten." Un dormit wis'ten sei em den "Grüneberger Ausbruch" von Anno 60 an, un sei deihlten sick de Johrgäng' von 57 un 34 un 11.

Nu gung dat up Irden lustig tau; jedwerein künn marken, dat Vader Noah'n sin Kellerslätel in de richtigen Hän'n kamen was. Wat stellte dat Volk för Dummheiten an, un wat makte dat för Witzen! Un einmal, as sei Japheten sinen Geburdsdag fiern deden, kemen sei up de duhne Idee, den Babylonischen Torm tau bugen. Na, wat sick so'n Volk enmal in den Kopp set't hett,dat deiht dat ok; sei fungen also an tau bugen, äwer as sei woll so hoch wiren as de Petritorm tau Rostock, dunn verwirrten sick ehre Spraken, denn Sem redte Hebre'sch un Japhet Pladdütsch un Ham Hottentottsch oder so'n Tüg, wat sick binah so anhürte, un kregen sickdat Slahn, un dat En'n von't Lid was, dat sei Torm Torm sin leten un ein jeder sines Wegs gung.

Hir seggt nu de selige Eddelmann, de Sak wir man bildlich tau verstahn, sei hadden an den beseggten Abend en beten stark kneipt un hadden de leddigen Buddeln, so as de Studenten noch hüt dauhn, all upenanner stapelt, undat wir de Babylonische Torm west, un nahsten hadden sei sick nich mihr recht düdlich maken künnt, wovon de Red' wir; äwer slagen hadden sei sick nich, denn asdat kort dorvör west wir, wir Japheten sine leiwe Fru 'rinne kamen un hadd dat Licht utpust.

Worüm seggt de Selige dat? - Doch blot üm sine Sippschaft witt tau brennen, dat dat nich heiten sall, weck von sin Vöröllern hadden sick mit so'ne Dämlichkeit befat't, as de Babylonische Tormbu was. - Äwer wi weitendat beter. - Hei hadd uns leiwerst seggen süllt, wo Japhet in de negstetid blewen is; äwer dorvon swiggt hei ganz un gor. Hei seggt frilich: Noah hadd Japhetendat nochup den Dodenbedd anbefahlen, hei süll wedder taurügg nah Meckelnborg gahn un süll dat verlurne Paradis wedder upsäuken un tauseihn, wat dorut tau maken wir. Künn hei dat wedder in Gang'n bringen - gaud! Künn hei dat nich, denn süll hei en grotes Königreich stiften, so grot, as't Meckelnborg jichtens hergewen wull, un süll den tauseihn, wo de Has' lep.

Dat seggt hei; äwer woans Japhet dorhen kamen is, kein Starbenswurd.

Taum groten Glücken helpt uns de sel Perpost David Frank ut Stirnbarg in sin "Olles un niges Meckelnborg" ut de Not, denn hei seggt utdrücklich, pag. 21:

"Als nun Japhet gewahr wurde, daß je mehr er sich gegen Norden wendete, je länger werde des Sommers Tag, so wurde der begierig, zu erfahren, wo dieses endlich hinaus wollte, und ob er nicht an einen Ort gelangen könnte, wo die Sonne gar nicht mehr unterginge; als von welcher Gegend er sich ohne Zweifel sonderbare Glückseligkeit vorgestellet."

Also, Japhet treckte mit Ossen un Esel un Pird' un Kameel den irsten April Anno... gen Nurden un eroberte dat ganze Land, wat nich alltau swor was; äwer de sonderbare Glückseligkeit frür em jeden Winter in, un as hei bet hentau Moskau kamen was un sach, dat de Sak ümmer leger würd, argert hei sick un läd sick un let sinen Sähn Gomer kamen un sin Enkelkind Askenas un säd: "Ick bün dormit dörch; denn wi sünd in den April schickt worden." (Woher noch hütigen Dagsdat Sprückwurd gellt.) "Ick ward min leiw Meckelnborg nich wedder tau seihn krigen, un min taukünftig Königrik un min Anrecht up den Criwitzer Win vermak ick jug. Hollt jug äwer von nu an ümmer bet linksch, denn süs kamt ji ganz ut de Richt."

Un hei sturw tau Moskau Anno...

Gomer un Askenas höllen sick nu ok linksch; äwer't gung langsam, sihr langsam wegen de Furagierung, un as sei nah vele Johren in de Gegend kemen, wo nu de Stadt Thuren liggt, let Gomer sine Sähns üm sick kamen un säd: "Mi sünd beide Beinen verfroren, un wider kann ick nich, un wi will'n hir 'ne Stadt bugen un sall Thuren heiten, wildat ick en Tur wir, wull ick noch länger nah Meckelnborg herümme säuken." Un säd tau sinen Jüngsten, de heit Tischel un was en geschickten Timmermann, un säd: "Tischel", säd hei, "nimm di Lüd' mit taum Holthaugen un nimm ok din Winkelmat un slagt in den Holt Dannen an, denn ick will 'ne Stadt bugen." Tischel gung denn nu ok, kamm äwer den Abend nich wedder. Un den annern Morgen kamm ein von de Holthaugers un hadd en Por Stäweln unner den Arm un wis'te sei Gomern un frog: "Sünd dit Tischeln sin Stäweln?" - Un Gomer besach sei un säd: "Ja." - "Na, denn", säd de anner, "denn hewwen de Wülw Tischeln upfreten." -"Wo is sin Winkelmat?" frog Gomer. - "Dat hewwen sei mit upfreten", säd de anner.

Dunn würd Gomer sihr trurig un set'te sick in de Asch un ret sick Rock un West intwei un säd: "Dit verdammte Land sall dorvon 'West-Reißen' heiten un sall nich tau unsern Bund gehüren." Un dorut hewwen sei nah den letzten Krieg "West-Preußen" makt un hürt ok nich tau den Dütschen Bund.

Von Tischeln sinen Dod un sin Winkelmat hett sick äwer noch in uns' Fabel de Vers erhollen:

Adam un Eva wahnten drin,
Un Adam gröw un Eva spünn.

un möten de Schaulkinner em noch hütigen Dags utwennig lihren. Un dorüm holl ick dat för en sihr bedenklich Stück, dat sei ut "Tischel" "Tischler" makt hewwen. Denn de Kinnerfibel is de eigentliche Grund- un Eckstein von uns're hütige Bildung, giwwt den Minschen sine Richtung fördat ganze Lewen, un ward doran rüttelt, denn kann dat passieren, dat allens, wat von Öllers her besteiht, äwer Nacht in einen Dutt tausamen schütt; oder, üm mi mit den schönen Vers ut Valentin Heinzen sin Rekenbauk uttaudrücken:

"Wo an dem Grund ist was versehn,
Da kann es über kurz geschehn,
Daß Kirch' und Staat zugrunde gehn."

Tau Gomern sine verfrorne Bein slog äwer de Kolle Brand, un hei sturw tau Thuren Anno ...

Dat drütteigente Kapittel
Askenas, sin Sähn, tog de Weichsel hendal bet an de Ostsee, un as hei un sin Volk an einen Mandag tauirst de blag See tau seihn kregen, säd hei: "Desen Mandag will'n wi den 'blagen' näumen. Gott sei Lob un Dank! Endlich doch en Druppen Water" - womit hei de Ostsee meinte -, "un treck sick en jeder sinen Bradenrock an, wi will'n uns hir en beten verlustieren, denn wi hewwen de Katt all an den Start fat't. De sülwige See, de hir flütt, flütt ok bi Meckelnborg, un dorüm danz ick hir un spring ick hir." Un dat deden sei denn all un bugten dor twei Städer, up de ein Sid von de Weichsel "Danz-ick", up de anner "Spring-ick". Danzick liggt hüt un desen Dag noch dor, Springick is äwerst nahsten afbrennt.

Von dor treckten sei in dat blage Länning, Bütow un Lauenborg, so recht von hinnen in Hinnerpommern 'rinne, un as dat Volk tau murren anfüng, säd Askenas: "Lat't dat man sin! Per aspera ad astra. Dat heit up dütsch: Hir möt wi dörch, wenn wi nah de meckelnbörgsche Grenz willen."

Endlich kemen sei äwer Schiewelbein un Stettin un Prenzlau an de Grenz, un Askenas gaw de Order ut, ein jeder süll up sin Staatskameel stiegen, denn sei wullen in de Gegend bi Woldegk räwertriumphieren. - Schad', dat dunn - as de Herr Dokter Reinhold widlüftig nahwis't - Woldegk un de Woldegker noch nich begäng' wiren, denn künnen wi wat von Reden berichten, de de Magistrat hollen hadd, un von Schüttengrill un von acht witt gekledte Jumfern mit Blaumenkräns' in de Hor, denn Woldegk is 'ne lütte gebildte Stadt, oder wi künnen ok vertellen, dat de Jungs mit lütt Stein un Irdklüt nah ehr smeten hadden, denn as weck seggen, is Woldegk 'ne lütte ungebildte Stadt.

Un des Abends kamen sei nah en Flag, bünnen dor ehre Kameele an un slogen dat Lager up, un as dat up de Nacht kamm, hadd Askenas en Drom:

Grad up dat Flag, wo hei sin Kameel anbunnen hadd, stunn ein grotes schönes Gebüd mit en spitzen Torm dorup, so schön, as dat man in 'ne Wihnachtsschachtel tau finnen is, un baben von den Torm herun, dor klüng 'ne Musik, 'ne wunderschöne! Denn't was Sommertid, un de Klock was drei Virtel up teigen. Wildeß de nu noch spelte, gung Askenas in dat Hus herinne un höll sick rechtsch un kamm in 'ne grote Stuw', dor gung en Mann, de Dumen in de West hakt, den Kopp up de Bost, in deipen Gedanken ümmer up un dal, up un dal, un en Jung' stunn dorbi, hadd hinnenwarts en natürliches Herz up de Hosen neiht un kek den Mann ümmer ängstlich nah de Ogen. "En lütt Glas Langkork!" säd de Mann, un de Jung' fort tausam, as hadd de Dunner in em slahn, un bröcht en Achtel Rodwin un wen'nt sick an Askenassen un frog: "Witten oder Roden?" Un Askenassen föll in, wat Noah von Criwitz prophenzeiht hadd, un ut Niglichkeit säd hei also: "Ick bidd mi en Glas Criwitzer ut." Dunn kek em de Mann äwer de Schuller mit ungeheure Verachtung an un säd: "Führen wi nich!" un wull Askenassen in Verlegenheit setten un frog em spöttsch: "Villicht 'ne lütt halw Buddel Schampanger?" Äwer Askenas let sick dat Hart nich afköpen un säd: "Her dormit!" Un de Jung' bröcht de halwe Buddel, un de Mann gung wedder up un dal, up un dal, un as de Jung' an em vorbi gung, säd hei blot halwlud: "Korl, lat di Geld geben." De Jung' ded dat, un Askenas betahlte un let sick noch ein Glas geben un säd tau den Mann: "Kamen S' her! Drinken S' en Glas mit." Un de Mann stunn still in deipen Bedenken, un tauletzt säd hei: "Wil't grad' mine Tid is, will ick Sei den Gefallen dauhn." - Sei drünken nu also, un Askenas säd: "Ick bün hir frömd un müggte girn de Merkwürdigkeiten hir herüm beseihn." - "Merkwürdigkeiten", säd de Mann, "sünd nich min Geschäft; dor möten Sei Willing Knullen nah fragen." Un sei drünken noch 'ne halw un noch 'ne halw, un de Dör gung up, un herinne kamm en Mann mit en blagen Rock un en hellblagen Kragen un schöne blanke Knöp un hadd ein schönes rodes, sihr klaukes un uperwecktes Gesicht un säd: "Hüt sünd wi dormit dörch!" - Un de Mann bi de Buddel säd tau Askenassen: "Dat is Ehr Mann. Dat is Jakob Buntsnider un is ok sihr stark in Merkwürdigkeiten." Un't würd afmakt, dat Jakob den Frömden allens wisen süll.

Sei gungen nu also 'rute, un de Mann in de Stuw' gung nu wedder up un dal, up un dal. Un as sei buten wiren, kamm 'ne Reih öllerhafte Herrn linksch de Trepp hendal, all in swarte Liwröck un den Kopp swor von Gedanken, un de ein süfzte deip up un säd: "Dat was en sur Stück Arbeit!" - Jakob äwer treckte Askenassen an den Rock un säd: "'run mit den Fils! Denn dit sünd de 'Väter der Stadt'." Un Askenas namm sinen Haut af un frog: "Hewwen sei ümmer en swarten Liwrock an?" - "Ne", säd Jakob, "blot wenn Ratsdag is. Wenn äwer Königschuß is un annere grote Festlichkeit, denn gahn sei in 'ne Uniform, un denn süll'n Sei sei blot mal seihn."

Un achter des' Reih öllerhafte Herrn kamm wedder 'ne Reih öllerhafte Herrn, de flusterten lising mitenanner un nickten ümmer mit de Köpp, un Jakob säd: "Nu känen S' den Haut wedder upsetten, denn dit sünd blot de Presentanten." - Un Askenas frog: "Reden de ümmer so lising un nicken sei ümmer mit den Kopp?" - "Ne", säd Jakob, "blot vörmiddags, wenn Ratssitzung is; des Nahmiddags un 's Abends, denn reden sei up Fläg' sihr lud un slahn ok mit de Fust up den Disch." - Dat was Askenassen denn sihr tröstlich tau vernemen; äwer merkwürdig kamm em dat nich vör, hei säd also: "Ja, Sei wullen jo..." - "Ach so!" säd Jakob, "Merkwürdigkeiten! Täuwen S', ick wis Sei ein. Hewwen Sei all mal 'ne Buzunft seihn?" - "Wat vör'n Ding?" frog Askenas. - "'ne Buzunft", säd Jakob un kek em prall in de Ogen. - "Dat ick nich wüßt", säd Askenas. - "Dat glöw ick", säd Jakob, "dor känen Sei ganz Land Meckelnborg dörchreisen tau Faut un tau Wagen, Sei känen nah Berlin reisen, Sei känen nah Paris reisen - 'ne Buzunft finnen Sei nahrens." - "Wat hett denn de up Hän'n?" frog Askenas. - "Vel!" säd Jakob, "sihr vel! Eigentlich dat Ganze, nämlich up uns' städtische Feldmark. Sei set't de Meßführertiden fast un wenn seigt warden möt un set't ok fast, wenn de Rogg riep warden sall." - "Dat kann mi gefallen", säd Askenas, un sei gungen 'rinne un besegen sick de Buzunft. Dor was nu grad' nich vel antauseihn, äwer desto mihr antauhüren, denn in de Buzunft ehren ollen schönen Pott was 'ne nige Idee follen, un nu wull de Supp nich klor un nich gor warden. Ein jeder rührte mit en langsteligen Lepel dorin 'rümmer, äwer't wull nicks warden un't süll nicks warden, un sei kregen sick dat Striden, un Askenas frog: "Wat striden sei sick?' - "Ja", säd Jakob, "dat is up Stun'ns en snurrig Stück in unsern meckelnbörgschen Lan'n; so lang' hett dat all sinen ollen scheiwen Gang gahn, äwer wenn sick nu all in unsre ihrwürdige Buzunft nige Ideen verbistern, denn kann sick dat ein jeder an sine fiw Fingern afklawieren, dat slimme Tiden kamen möten." - "Woräwer striden sei sick denn?" frog Askenas wedder. - "Ja", säd Jakob, "sei striden sick, ob de Acker up unsre Feldmark tausam separiert oder utenanner parzelliert warden sall." - "Na", säd Askenas, "denn kamen S' man, denn wo dat kümmt, warden wi woll beid nich mihr erlewen." - "Dat seggen Sei nich", säd Jakob, as sei 'rute gungen. "Mit de Stoppelweid sünd wi in söß Johren doch all prat worden."

Sei besegen sick nu de Stadt, un Jakob wis'te em allens un säd: "Kiken S', dit hir is dat Flag, wo de Stadt mal in spätern Tiden en Schauspillhus bugen laten will; wider äwer is dor nu noch nicks an tau seihn." Un sei gungen vör't Dur, un hei wis'te em dat Flag, wo de nige Kirchhoff anleggt warden sall, un hei säd: "Seihn S', dit is de Acker, den uns' Herr Kirchenkonemus tau den Kirchhoff slahn will; wider äwer is dor nu noch nicks an tau seihn." Un hei gung noch en beten wider mit em un säd: "Un kiken S' hir, hir is dat Flag, wo de nige Bahnhof anleggt warden sall, wenn wi de Iserbahn irst hewwen; wider äwer is dor nu noch nicks an tau seihn." Un as sei dese Merkwürdigkeiten beseihn hadden, was dat mitdewil gegen Abend worden, un Askenas säd: "Weiten S' wat? Mi is nah en Glas Bier tau Maud. Will'n uns ein säuken, äwer in 'ne Gesellschaft, wo einer wat tau seihn un tau hüren kriggt." - "Denn kamen S' man mit", säd Jakob, "denn möt wi in den Klub gahn." Un sei gungen, un as sei de Stufen vör den Hus' 'ruppe stegen, begegnet ehr so'n lütten, unripen, külpigen Kellner, un Jakob frog: "Is woll all sihr vull?" - "Ick denk, dat geiht woll", säd de Kellner, "twei oll Wörm sünd all dor." - "Denn gahn Sei man rinner", säd Jakob tau Askenassen, "ick täuw up Sei hir vör de Dör, ick darw nich mit, denn dit is 'ne slaten Gesellschaft; äwer mit Frömden ward in Gelegenheit seihn."

Askenas gung in de Stuw' un drop dor twei Herrn; de ein las den Norddütschen un de anner de Strelitzer Zeitung, un Askenas namm dat noch äwrige Blatt tau Hand, dat was de Kladderadatsch, un as sei so 'ne Tidlang seten hadden, sach de ein Herr nah sin Klock un säd: "Es kommt wohl keiner mehr." Un de anner frog Askenassen: "Spielen Sie vielleicht 'ne Partie Whist oder L'hombre?" Askenas müßte äwer danken, denn hei hürte tau de Ungebildeten, de kein Korten kennen. Dunn hujahnte de irste Herr den annern an, un de anner hujahnte den irsten an, un beid' hujahnten sei Askenassen an un nemen ehren Haut un gungen ut de Stuw', un de külpige Kellner kamm 'rin un puste de Lichter ut, un Askenas gung ok.

As hei 'rute kamm, vertellte hei Jakobben, wo't em gahn was, un Jakob säd: "Ih, dit is denn doch merkwürdig..." - "Ja", säd Askenas, "merkwürdig is't, äwer plesierlich nich. Wo gahn wi nu hen?" - "In den Geselligen Verein", säd Jakob, "passen S' up, dor sall Sei dat beter gefallen. Mägen Sei sick girn politisch un literarisch unnerhollen?" - "Sihr", säd Askenas. - "Mägen Sei girn Hekt mit 'ne recht fette Bottersauß?" - "Sihr", säd Askenas. - "Mägen Sei girn danzen?" - "Nich sülwst, äwer ick mag't girn seihn." - "Sünd Sei en Fründ von de Musik?" - "Oja, up Fläg"', säd Askenas. - "Mägen Sei girn deklamieren hüren?" frog Jakob. - "Dat weniger", säd Askenas, "denn dor heww ick mi mal de Näs' an verbrennt, indem dat mi mal 'ne sihr gebildete Fru in aller Fründlichkeit up den rechten Weg wisen müßt." - "Na, laten S' man sin", säd Jakob, "dat is ok man, dat ick dornah frag', denn von dat, wovon ick seggt heww, warden Sei woll nicks tau seihn un tau hüren krigen, wil dat de Statuten so wat Besonders man dreimal up't Johr statewieren. - Äwer seihn S' hir", set't hei hentau un makte de Dör tau en groten Saal up, "hir sitt de Verein, un de Geselligkeit is in vulle Arbeit." Un dormit schow hei Askenassen in den Saal herin, hei sülwst äwer blew wedder buten.

As Askenas nu 'run in den Saal kamm, seten drei Herrn in de verstännigen Johren dor un hadden bunte Biller in de Hand un smeten sei ümmer ümschichtig up den Disch un sammelten sei wedder tausamen un deilten sei wedder utenanner, un wenn de ein sick freuen ded, argerten sick de beiden annern, un wenn sick de beiden annern freuten, denn argerte sick de ein. Askenas gung höflich 'ranne un säd: "Gun Abend ok!" Un de ein Herr kek em - baff - in't Gesicht un säd: "Ick paß", un de tweite säd: "Ick spel", un de drüdde säd: "Tonki." - Ut dese Antwurten künn Askenas sick nu nich recht vernemen, hei düd'te sick dat äwer so ut, dat "Tonki" mäglicherwis' up französch oder engelsch "schön Dank" heiten ded, un hei set'te also dat Gespräk wider furt un säd tau den tweiten Herrn, de em as de Öbberst schienen ded: "Schön Weder hüt abend buten." - "Solo!" antwurte em dei.

Un dunn smeten sei de bunten Biller wedder up den Disch, un de beiden annern fungen recht spöttschen an tau lachen un repen: "Kodillg!", un dunn fungen sei an up en witten Bagen Poppier mit de Blifedder tau schriwen, un dorbi kregen sei sick dat Striden, un de Herr, achter den sinen Staul Askenas stunn, würd ümmer verdreitlicher un kräkelte ümmer düller, un as hei an de annern beiden sinen Arger nich utlaten künn, wendte hei sick nah Askenassen üm un säd: "Herr, was stehn Sie hier? Was kucken Sie mir in die Karten?" - "Ih", säd Askenas, "doch man so." - Dunn säd de Herr, hei süll sick wegscheren, hei brecht en Unglück. - "Worüm dat nich", säd Askenas, "äwer Sei hadden mi dat höflicher seggen künnt." Dunn smet de Herr en Blick up em as'ne olle Jumfer, wenn sei an ehr Ihr kränkt ward; Askenas äwer kümmerte sick nich vel dorüm un gung in de Stuw' up un dal un fung an den Ollen Dessauer so mang de Tähnen tau brummen: "So leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage!" Dunn smeten de drei Herrn ehre bunten Biller up den Disch un sprüngen up un repen, taum lud Reden un taum Singen wir de Gesellige Verein nich inricht, denn denn künnen sei ehre Gedanken nich tausamenhollen. Wer dat wull, künn nah Hahnen oder nah de gollen Kugel gahn. - "Kann ick jo denn ok dauhn", säd Askenas un gung ut de Dör.


Reisetips, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern

Hiddensee Bilder - Ostsee - Sommer - Sonne - Strand - Dornbusch - Kliffkante - Eiszeit - Inlandeis ... Bilder von der schönsten und sonnenreichsten Insel in Deutschland. Die Insel Hiddensee entstand während der letzten Eiszeit, vor etwa 12.000 Jahren. Durch abtauendes Inlandeis hob sich das Land und Senken füllten sich mit Wasser, der späteren Ostsee, nur die herausragenden Höhenrücken wie der Dornbusch blieben als Inseln bestehen. Durch die Küstenerosion, Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung bekamen die Inseln ihre heutige Gestalt. Die ehemals drei Inselkerne wurden durch Anschwemmungen verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees am "Toten Kerl" zweimal 60.000 m3 Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Der Dornbusch verliert an der Kliffkante ca. 30 cm jährlich. ...
Hedinsey - Hedins-Oe - Hiddensjö - Hiddensöe - Hiddensee... Der Name Hedinsey taucht schon in der Prosa-Edda und in den Gesta Danorum des Saxo Grammaticus auf und bedeutet die Insel des Hedin. Der legendäre Norwegerkönig Hedin hat hier um eine Frau oder um Gold gekämpft. Der dänischer Name war Hedins-Oe. Bis 1880 hieß die Insel auch in deutschen Karten Hiddensjö, bis 1929 in deutschen Reiseführern Hiddensöe. Die vollständige Eindeutschung zu Hiddensee ist also noch jung. ...
Luftschiffer über Rambin - Sage(n) vom Schiffsmodell in der Kirche zu Rambin... Der Luftschiffer über Rambin - Sage(n) vom Schiffsmodell in der Kirche zu Rambin - Vor vielen Jahren sahen die Leute auf Rügen einen Luftschiffer auf seinem Schiffe durch die Wolken fahren, über Rambin warf er das Senkblei herab, dass dasselbe die Erde berührte, die Dorfbewohner ergriffen es und banden eine Korngarbe daran. Als der Luftmann es wieder in die Höhe zog und das Geschenk erblickte, erwies er sich den Rambinern dadurch erkenntlich, daß er ihnen ein Schiff verehrte, welches in der dortigen Pfarrkirche aufgehängt wurde und noch heute zu sehen ist. Aus Sammlung deutscher Sagen, von Dürr, Band 4, Leizig: Hegel und Schade 1930, Seite 33-34 mit einem Verweis auf Ulrich Jahn, Volkssagen aus Pommern und Rügen, Stettin 1886. ...
Ribnitz-Damgarten, Grenze zwischen Herzogtum Pommern und Mecklenburg... Ribnitz-Damgarten, zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund, an der Mündung der Recknitz in den Ribnitzer See, den Südteil des Saaler Boddens, ist Verwaltungssitz des Amtes Ribnitz-Damgarten in Vorpommern/Mecklenburg. Ribnitz-Damgarten entstand aus den Ortschaften Rybanis (Ryba = Fisch) und Damgor (Dam = Eiche) an den sumpfigen Recknitzniederung. Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Recknitz zwischen Ribnitz und Damgarten zur Grenze zwischen den Herzogtümern Pommern und Mecklenburg. ...
Hünengräber oder 9 Hügel beim Kirchdorf Rambin nahe Rothenkirchen... Bei Rothenkirchen, etwa eine Viertelmeile von Rambin, verlor der Riese Balderich Erde, daraus wurden die Neun Berge. Bei Gustow verlor der Riese wieder etwas Erde und es wurden dreizehn kleine Berge daraus. Mit der noch übrigen Erde ging er ans Meer und goß sie hinein, es ward der Prosnitzer Hafen und die niedliche Halbinsel Drigge zwischen Rügen und Pommern. Der Riese stellte sich auf dem Putbusser Tannenberge und schleuderte einen gewaltigen Stein mit ungeheurer Gewalt wohl eine Viertelmeile über die Kirche weg bis Nadelitz, wo er noch Heute am Wege nach Posewald liegt, und...
Die deutsche Kaiserin und Prinz Friedrich Karl von Preußen in Saßnitz auf Rügen... Saßnitz im nordöstlichen Teilen der Insel Rügen, auf der Halbinsel Jasmund, an der Nordostküste der Prorer Wiek und an der Südseite des meilenweiten Stubbnitzwaldes, am Ausgange einer Schlucht, welche sich nach der See öffnet, sehr schön gelegen. Die Ortschaft Saßnitz bietet fast aus jedem Hause eine weite Aussicht auf das Meer. Ende der 70er Jahre...
Insel Hiddensee, ein Ausblick aufs Land und ein erstes Bild ... Hiddensee ist an der schmalsten Stelle 250 Meter und an der breitesten Stelle 3,7 Kilometer breit und ca. 16,8 Kilometer lang. Hiddensee gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland

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Monika & Jürgen Münzner,
Telefon: 03831 4840533
Kloster / Hiddensee / Rügen,
13.01.2012 18:49:42 Uhr

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